Pera d´Abruzzo Drucken Kommentare

Andere Namen: Birne aus Abruzzen

Herkunft: Italien

Merkmale

Fruchtform: andere Form
Farbe: rot
Fruchtgröße: 50 bis 200 gr.
Fruchtreife: mittel
Fruchtkammern: mehrkämmrig
Schale: eher weich
Fleischigkeit: vollfleischig
Rippung: stark gerippt
Fruchtspitze:
Grüne Frucht: nicht geflammt
Geschmack: mild
Fruchtstände: einfach verzweigt
Wuchshöhe: über 2,50 Meter Höhe
Blätterform: normalblättrig

Diese Sorte wurde am 21.11.2007 Uhr von brennnessel hinzugefügt.

Die Sorte wurde 2 mal geändert, zuletzt am 26.02.2016 Uhr von roberthoser.

  • Blüte
  • grüne Frucht
  • Frucht
  • geschnittene Frucht

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Kommentare

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Kommentar #1

Die PERA d´ABRUZZO ist die Charaktertomate der Abruzzen und wird hier großflächig angebaut zur Herstellung einer hervorragend schmeckenden Passata. In Gunstlagen (Wärme!) gedeiht diese Sorte und bildet mit gut selektierten Samen in guter Kultur um die 100 Früchte pro Pflanze mit einem Gesamtgewicht von gut 10 kg. Ich kultiviere die Pflanzen 2 - 3 triebig.

Kommentar #2

Ich möchte gerne einige Bemerkungen zum Bild in der oberen Reihe, rechts, machen, adressiert an die ambitionierten "Tomatologen":

Hier sieht man eine zweitriebig kultivierte PERA D´ABRUZZO, offenbar im Gewächshaus, weitgehend verkahlt, geringer bis mittlerer Fruchtbehang, gestäbt hochgeleitet, aber ohne begleitende Rechtsdrehung.

Kommentar:

Die PERA braucht von Juni - September etwa 20 Laubblätter, um einen starken und gesunden Fruchtbehang zu generieren. Überzählige Blätter können geschnitten werden, die ältesten, bodennahen, zuerst. Die Pflanzen im Foto sind dagegen nahezu komplett verkahlt und die Blätter sind so geschnitten, dass größere Stummel stehen geblieben sind. Ich rate zu einer Schnittführung, die nur winzige Stummel zurücklässt, da lange Stummel leicht Infektionsherde bilden, z.B. Botrytis.

Ferner sollte eine Stabtomatenkultur rechtsdrehend, also im Uhrzeigersinn, aufgeleitet werden, da durch den dadurch verursachten Stau des Transpirations- und damit Assimilatestromes die Fruchtgröße begünstigt wird.

Kommentar #3

Die PERA D´ABRUZZO bildet in guter Kultur blütenreiche Wickel. In meiner geschützten Freilandkultur werden die Blüten bei schönem Wetter v.a. von der Feldschwebfliege und diversen Hummelarten angeflogen. Das ist natürlich der gärtnerische Idealfall.

Bei anhaltend schlechtem Wetter aber, oder dort, wo nur wenige bestäubende Insktenarten fliegen (z.B. in Städten), sollte man selber die Rolle der bestäubenden Insekten übernehmen und täglich an den Spanndrähten oder Aufleitschnüren wackeln, oder, bei kleiner Kultur, die einzelnen Wickel in Vibration versetzen.

Spezifizierender Hinweis: Tomaten gehören zu den Vibrationsbestäubern. Die Pollen werden bei Vibration, natürlicherweise durch das vibrierende Brummen der Insektenflügel, entlassen und einige fallen dann auf die klebrige Narbe.

Der späte Vormittag ist für die Vibrationsbestäubung die beste Zeit, denn bei Temperaturen über 30° C, die z.B. im Bozener Becken (Südtirol/Alto Adige) meist erst am Nachmittag erreicht werden, wird die Keimung des auf die Narbe übertragenen Pollens gehemmt.

Im typischen Fall bilden die auf der Narbe liegenden Pollen aber einen in den Blütengriffel einwachsenden Pollenschlauch mit 2 Tomatenspermien. Erreichen diese im Fruchtknoten der Tomatenblüte die Eizellen, befruchten sie diese. Schon ca. 2 Tage später kann man in der welkenden Blüte eine winzige, kleine Tomate hervorspitzen sehen.